White Pizza

|| Was Pizzafans mit Gemüsesorten gemeinsam haben & ein Pizzatraum in Weiß ||

White Pizza

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich liebe Pizza! Das überrascht nicht wirklich, verstehe schon. Es ist nicht besonders originell? Ja doch, ja doch. Schon klar, dass man mehr auffällt, wenn man so etwas äußert wie: „Ich liebe Foie Gras!“ (sprich: FOA GUA) oder auch: „Ich liebe Nudelsuppe über alles!“ Damit ist man der verrückte Außenseiter, der Gegen-den-Strom-Schwimmer, voll Rock ’n‘ Roll und so, oder eben auch der Widerling. Denn wer äußert schon vor allen, dass er diesen politisch inkorrekten französischen Baguette-Aufstrich liebt? Widerlich. Aber Hut ab vor so viel Courage.

Wer einfach nur äußert, dass er Pizza liebt, der ist eben Mainstream. Der hört gern die Charts und steht musikalisch „so auf alles irgendwie“ und fährt einen Mittelklassewagen, wahrscheinlich in Schwarz oder Silber.

White Pizza

White Pizza

Ha! Weit gefehlt! Die Pizzaliebhaber sind keine Durchschnittsmenschen. Oh nein! Pizzaliebhaber sind so verschieden wie die Gemüsesorten im Supermarktregal. Vom freaky Pak Choi über den Traditionen liebenden Blumenkohl bis hin zum erfolgreichen Gewinnertyp Strauchtomate ist im Gemüseregal genauso alles vertreten wie unter den Pizzalovern. Fans der italienischen Teigscheibe finden sich vom Mathelehrer bis zum Bierbrauer, vom Spießer bis zum Hipster, von coolen Kids bis zu den Großeltern. Pizzaliebe ist für alle da! Pizza verbindet.

White Pizza

Das fängt schon damit an, dass man sich bei der Frage: „Was bestellen wir heute?“ am Ende immer auf Pizza einigen kann. Jeder kennt doch diese Diskussionen im Freundeskreis oder auch im Büro:

Kollege 1: Hunger!! Was machen wir heute mit Essen?
Kollegin 2: Ich esse nie wieder was! Gestern hatte ich ne Riesenpizza zum Abendessen!
Kollegin 3: PIZZAAAAA! Oh ja, ich hab Lust auf Pizza!
Kollegin 2: Och nööö! Hatte ich doch gestern schon!
Kollege 4: Ich will Burger! Nee, lieber Döner!
Kollege 1: Döner ist geil. Hatten wir schon lange nicht mehr.
Kollegin 2: Das ist mir zu viel!
Kollegin 3: Dann nimm halt nen Kleinen.
Kollegin 5: Dann hat man aber wieder ne Knoblauchfahne. Auch Scheiße.
Kollegin 2: Stimmt! Döner ist raus.
Kollegin 3: Dann Sushi! Ich liiiiebe Sushi!
Kollege 1: Neee, da werd ich nicht satt.
Kollege 4: Lass uns doch mal was Neues probieren!
Alle: Hä?!
Kollege 1: Wie wärs nochmal mit Indisch?
Kollege 5: Iih!
Kollegin 2: Das ist immer so viel!
Kollegin 3: Dann teil dir doch was.
Kollegin 2: Teilt sich jemand was mit mir?
Kollege 1, 4 und Kollegin 3: Nö.
Kollege 6: Ich will was Vegetarisches!
Kollegin 3: Samma, gehts noch?!! (Alle Lacher klar auf ihrer Seite)
Kollege 1: Boaaah, was denn jetzt? Ich bin gleich verhungert!
Kollegin 2: Dann halt Pizza. Da gibts ja auch kleine.
Kollegin 3: Ich hol mal die Karteeee…

Und die Moral von der Geschicht’: Bestellste Pizza, sind am Ende alle glücklich!

Es gibt Pizza nämlich in Groß und Klein – wobei aus meiner persönlichen Sicht die Variante Klein keine Option ist, höchstens für sehr kleine Menschen mit unfassbar kleinen Mägen. Aber selbst dann nimmt man halt ne große und isst den Rest der Woche kalte Pizza zum Frühstück. Oh jaaaa!!

Wo war ich? Richtig, Pizza = größtest Glück für alle. Neben den – mehr oder weniger sinnvollen – Variationen Klein und Groß gibt es dann noch die Auswahl zwischen vegetarisch und mit Fleiiiiisch. Das macht absolut Sinn und somit gleich 100 Prozent der Bevölkerung glücklich. Ah nee, die Veganer… da weiß ich jetzt auch nicht… Doch! Auch die können Pizza genießen. Es gibt auch leckere Pizzen ohne Käse. Mit dem richtigen Belag ist jede Pizza saftig und lecker. Bei Pizza ist eben alles möglich.

Eine andere Art der Variation und damit Abwechslung: Pizza mit Tomatensauce – der Klassiker – und White Pizza. Und nun, nach einem viel zu langen Monolog (ich bitte um Entschuldigung dafür), sind wir endlich beim Thema und somit beim heutigen Rezept: White Pizza.

Leute, äääh, liebe Leser: Pizza habe ich immer schon geliebt, aber White Pizza ist die Liebe meines Lebens! (Sorry, Schatz! hahahaha – kleiner Scherz!) White Pizza ist genau mein Ding. Sie ist käsig, zartschmelzend dank Mozzarella, super saftig dank Ricotta und super herzhaft dank Parmesan. Jede Art von Gemüsebelag ist denkbar und passt ganz wunderbar in dieses frisch gemachte weiße Käsebett. Oder auch einfach kein Gemüse. Das reine weiße Käsebett reicht auch schon vollkommen für Glückseligkeit pur. Mit der White Pizza bin ich definitiv im Pizza-Himmel.

Und? Lust auf ein Schäferstündchen mit diesem Traum von einer Pizza? Für alle Pizzaliebhaber – also ALLE alle alle alle (und einmal noch… freu… Achtung:) ALLE – kommt hier mein neues Lieblings-Pizzarezept:

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White Pizza

Super saftige und himmlisch käsige White Pizza mit Mozzarella, Parmesan und Ricotta. Gelbe Zucchini und Rucola sorgen für sommerlich-frische Noten. Eine neue Lieblingspizza – vegetarisch, käsig und trotzdem schön leicht.

Vorbereitungszeit 15 Minuten
Zubereitungszeit 20 Minuten
Arbeitszeit 35 Minuten
Portionen 8 Stücke

Zutaten

  • 1 Pizzateig aus dem Kühlregal
  • 1,5 Kugeln Mozzarella
  • 50 g Parmesan, grob gerieben
  • 100 g Ricotta
  • 1/2 rote Zwiebel, in feine Ringe geschnitten
  • 1 Knoblauchzehe, geschält und fein gehackt
  • 10 Scheiben gelbe Zucchini, dünn
  • 1 Handvoll Rucola
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz & Pfeffer
  • Chilipulver

Anleitungen

  1. Den Ofen auf 220° C Ober- und Unterhitze vorheizen – oder nach Packungsanweisung bzw. so, wie ihr eure Pizza backt. Den Pizzateig ausrollen und mit 1 EL Olivenöl bepinseln, mit Knoblauch und dem Großteil des Parmesan bestreuen, salzen und pfeffern.

  2. Die Zucchinischeiben in 1 EL Öl auf mittlerer Hitze ca. 3 - 5 Minuten anbraten. Pfanne zur Seite stellen.

  3. Den Mozzarella gut abtropfen lassen und grob reiben. Mozzarella auf der Pizza verteilen, die Zucchinischeiben auf die Pizza geben und die Zwiebelringe. Den Ricotta mit einem Esslöffel portionieren. Dann die Pizza für ca. 20 Minuten auf der unteren Schiene backen.

  4. Pizza aus dem Ofen holen, wenn der Käse schön angebräunt ist und blubbert. Pizza mit Rucola, restlichem Parmesan und einer Prise Chilipulver bestreuen und sofort servieren.

Rezept-Anmerkungen

  • Statt Zucchini könnt ihr auch jedes andere Gemüse eurer Wahl nehmen. Mit gelben Zucchini bleibt die Pizza allerdings schön "weiß" - sodass der Name weiter Programm ist.
  • Statt Rucola ist auch Babyspinat denkbar oder auch Feldsalat.
    Ich habe keinen runden Pizzateig gefunden und dann einen XXL-Pizzateig genommen. Mithilfe einer großen Schüssel als Schablone kann man dann den Teig schön rund ausschneiden und aus den Resten noch Pizzabrötchen machen.
  • Natürlich schmeckt die Pizza auch mit jeder anderen Teigvariation - und mit selbstgemachtem sowieso - wenn man mal etwas mehr Zeit hat.

Die White Pizza macht glücklich. Sie macht satt und sehr, sehr glücklich. Belegt sie mit dem Gemüse eurer Wahl – da simmer ja nich so. Alles ist möglich. Übrigens: Gerade jetzt im Sommer ist die White Pizza perfekt. Die schmeckt nämlich bei Regen und bei Sonnenschein – ihr wisst schon: Häschtäg Sommerindeutschland und so.

Habt eine gute Zeit und esst Pizza! Alles Liebe ♥ Eure Unterstützerin der Initiative „Pizza for President!“

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4 thoughts on “White Pizza

    1. Euch beiden würde ich natürlich sofort ein Riiiiesenstück White Pizza servieren. Ich könnte sie einmal in der Mitte teilen! 😉
      Daaaanke für euer Lob! 🙂 <3
      Liebste Grüße nach Berlin!

    1. Echt? Das hat Kalorien?!! Das war mir gar nicht aufgefallen! 😀
      Aber das erklärt natürlich die Glücksgefühle nach dem Essen.
      Lasst es euch schmecken – und denkt nicht ans Kalorienzählen – das verdirbt einem nur den Spaß!

      Liebste Grüße
      Katja

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