Rheinhessen genießen – eine Genussreise mit Winzern, Wein & Wild

|| Auf Genuss-Tour in Rheinhessen – Kulinarische Highlights, regionale Macher & ihre Produkte erleben zum Auftakt von „Rheinhessen genießen“ ||

Roter Hang, Nierstein, Rheinhessen
Roter Hang, Nierstein, Rheinhessen

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Im Leben eines Food-Bloggers gibt es Momente, die sind unbezahlbar: Wenn deine Leser dir bestätigen, dass dein Rezept super war, wenn die Küche nach der Koch-Eskalation endlich wieder sauber ist und wenn du eine Einladung zu „Rheinhessen genießen“ bekommst!

Ich durfte mit meinen Blogger-Kolleginnen Christie Dietz von A sausage has two und Sabine von Held am Herd sowie meinem lieben Insta-Buddy (ja, so was gibt es tatsächlich) Michael vom Blog Salzig, Süß und Lecker bei der Pressereise und Auftaktaktion „Rheinhessen genießen“ von Rheinhessenwein e.V. in Zusammenarbeit mit Gourmet Connection teilnehmen.

Dinner-Safari abends an Tag 1: Vor- Haupt- und Nachspeise in 3 verschiedenen Locations
Dinner-Safari abends an Tag 1: Vor- Haupt- und Nachspeise in 3 verschiedenen Locations

Die beliebte Genussaktion geht bereits ins siebte Jahr – dieses Mal findet sie vom 23. September bis 6. November statt. Rheinessen genießen kann man in dieser Zeit bei sage und schreibe 24 Top-Gastronomen, die euch mit besonderen Gerichten, kreiert mit hochwertigen, regionalen Produkten, verwöhnen werden. Dazu gibts die passende Weinempfehlung rheinhessischer Weine. So verbinden und stärken sich auf leckerste Art und Weise Winzer, Gastronomen und Erzeuger in Deutschlands größtem Weinbaugebiet. Beste Produkte und herausragende Kulinarik erwarten euch bei der Herbst-Aktion von Rheinhessenwein e.V.

Pinot Noir Rosé Sekt vom Weingut Gutzler
Pinot Noir Rosé-Sekt vom Weingut Gutzler

Und unsere Reise hat alles gehalten, was die Aktion verspricht! Wir haben in diesen 2 Tagen so viel gelernt, wir haben geschlemmt (ja, die Hose saß danach ein bisschen enger), wir haben spannende Weine probiert und vor allem Menschen kennengelernt, die mit viel Herzblut ihre Produkte in Rheinhessen produzieren, sich den Herausforderungen – sei es klimatisch oder gesellschaftlich – stellen, zu ihrer Region stehen und diese bereichern.

Ich nehme euch mit und lass euch teilhaben an Wein, gutem Essen, wunderschönen Locations. Auf gehts!

Rheinhessen genießen Tag 1 – Wild, Weinberge und Wurst

Gestartet sind wir von Mainz Richtung Köngernheim, wo wir im Wein-Hotel Jordan’s Untermühle ein traumhaftes Auftakt-Gericht genießen durften. Zum Warmwerden und Kennenlernen gab es in dieser wunderschönen Location erstmal einen spritzigen Winzersekt der Sektmanufaktur Flik. Anstoßen mit den Mitreisenden und sich freuen auf das, was kommt. Und was da kam, war ein würdiger Auftakt: Rosa gegarter Rehrücken im Kräuter-Schinkenmantel an zweierlei Artischocke mit Walnusskroketten und Cassis-Jus.

Rehrücken, Artischocken und Kroketten mit Rotwein
Jordan’s Untermühle: Rosa gegarter Rehrücken im Kräuter-Schinkenmantel an zweierlei Artischocke mit Walnusskroketten und Cassis-Jus dazu ein 2018er Pino Barrique vom Sternenfelserhof – Weingut Kopp

Das Fleisch war auf den Punkt gegart, die Artischocke hat großen Spaß gemacht und die Kroketten waren etwas wirklich Besonderes. Dazu gab es einen 2018er Pino Barrique trocken vom Sternenfelserhof – Weingut Kopp. Wein und Gericht haben wunderbar harmoniert. Wir sind nun angekommen im Food-Blogger-Paradies.

Weinflaschen als Deko in Jordan's Untermühle Restaurant
Liebevoll und originell gestalteter Restaurant-Bereich

Für alle, die Lust auf einen Trip nach Rheinhessen haben: Jordan’s Untermühle ist ein wunderschöner Ort zum Genießen und Entspannen – es gibt nämlich auch einen eigenen Wellness- und Spa-Bereich. So wird man im Hof beispielsweise zur Kuschelmühle oder zur Traummühle geleitet – originell und liebevoll gemacht.

Rheinhessen genießen die erste: bei Jordan's Untermühle in Köngernheim
Rheinhessen genießen die erste: bei Jordan’s Untermühle in Köngernheim

Weiter gehts, next stop Roter Hang in Nierstein:

Roter Hang, Nierstein – Weinberge, junge Winzerinnen & der Kabi

Hier geht mir ja als Natur- und Landschafts- UND Wein-Fan gleich dreifach das Herz auf! Was für ein Blick von den Weinbergen auf den Rhein und den hübschen Ort. Kein Wunder also, dass alle Blogger unter, über, zwischen und regelrecht in die Reben hineinkriechen, um das perfekte Foto von Trauben und Landschaft zu bekommen. Für eine Strecke von nur 500 Metern kann man da mal 15 Minuten und länger brauchen. „Kommt ihr bitte?!“ „Ein Foto noch! Bitteeee!“ So oder so ähnlich tönt es aus dem Weinberg.

Roter Hang Nierstein
Die verrückten Blogger am Roten Hang in Nierstein

Wenn der Wein lockt, kommen aber auch die letzten Blogger und Fotografen wieder aus den Reben gekrochen und probieren sich nun gerne durch die Weine vom Weingut Gehring. Theo Gering berichtet uns über die Besonderheiten der Niersteiner Formation. Die rote Farbe des Bodens stammt von Eisenverbindungen. Jeder Weinberg am Roten Hang weist sein eigenes Mikroklima auf, die Böden sind unterschiedlich, was jedem Wein eine eigene Note verleiht.

Weinprobe am Roten Hang
Weinprobe am Roten Hang

Bekannt ist der Rote Hang für den Riesling. Den haben wir natürlich auch verkostet: einen Niersteiner Hipping Riesling vom Weingut Gehring. Worauf das Weingut seit einiger Zeit setzt, ist der „Gelbe Orleans“, eine sehr alte, eigentlich durch den beliebten Riesling in Vergessenheit geratene Rebsorte, die aber ideal unter den aktuellen klimatischen Herausforderungen wächst. Dieser Orleans war Weinprobe Nr. 2 im Glas.

Ein Grauer Burgunder vom Niersteiner Ölberg bildete den Abschluss der Weinverkostung vom Weingut Gehring. Die Besonderheit hier: Der Weinberg, von dem der Graue Burgunder stammt, ist 70 Jahre alt und einer der ältesten in Rheinhessen. So ein Ölberg Lagenwein ist dementsprechend ein hochpreisiger Wein und etwas Besonderes. Solche Weine kann man gut einige Jahre weglegen. Sie verändern sich natürlich, aber auf positive Art und entwickeln sich spannend.

Rheinhessen genießen bei der Weinprobe mit Weißwein vom Roten Hang
Prost, Michael von Salzig, Süß und Lecker!

Und weil man auf drei Weinen nicht stehen kann, probieren wir als nächstes drei Weine vom Weingut Gröhl, präsentiert von Franziska Gröhl. Sie führt mit ihrem Bruder zusammen als „die Wilde 13“, sprich, in der 13. Generation das Familienweingut Gröhl in Nierstein. Junge Winzerinnen sind die neuen Stars der Weinszene. Noch gibt es nicht genauso viele weibliche wie männliche Winzer in Deutschland, aber sie kommen! Und sie machen Wirbel – und das ist auch gut so. Franziska hat Internationale Weinwirtschaft studiert, war im Ausland, in China und in Irland, und steckt nun ihr Wissen zusammen mit Leidenschaft und Herzblut in die Weine vom Weingut Gröhl.

Verkostet haben wir einen 2021er Weißen Burgunder und einen 2020er Ölberg Riesling. Als Riesling-Fan hat der mich begeistert! Ein Lagenwein, der voller satter, gelber Aromen steckt. Bei den Gröhl-Weinen wird einem die Suche nach dem richtigen Wein für Anlass oder Budget übrigens angenehm leicht gemacht: Gutsweine haben ein weißes Etikett, Ortsweine ein graues und Lagenweine ein schwarzes.

Ein Kabi vom Weingut Gröhl, der Trend-Wein präsentiert von Franziska Gröhl
Ein Kabi vom Weingut Gröhl, der Trend-Wein präsentiert von Franziska Gröhl

Wein Nummer 3 war der Kabi. Das sagt man jetzt so – habe ich gelernt. Gemeint ist der Kabinett und damit auch der Kabi-Trend. Die Zeiten ändern sich und so auch die Wein-Trends. Lange war er tot und eher verschrien, jetzt ist er wieder da, der Kabi – als Wein, der besonders beim jüngeren Publikum punktet, da er über vergleichsweise weniger Alkohol verfügt, nämlich meist zwischen 8 und 10 %. Der Kabi feiert sein Comeback als Sommerwein, der die Massen begeistert, auf Weinterassen und überall, wo man Wein und Sonne und das Leben zusammen genießt. Auch vermeintliche Süßwein-Verächter (und ja, ich zähle mich auch dazu) werden von den neuen, spritzigen Kabis überrascht. So war ich es auch beim 2021er Kabinett Roter Hang von Gröhl. Fruchtig, spritzig, ein bisschen süß, aber auch Säure – den kann ich mir gut bei Sommer, Sonne & Quality Time mit Freunden vorstellen.

Begeistert von Wissen und Wein laufen wir zum Bus und verlassen die schönen Weinberge vom Roten Hang. Weiter gehts nach Nieder-Olm:

Metzgerei Lumb – eigene Schlachtung und der große Thermomix

Die Metzgerei Lumb in Nieder-Olm gibt es seit dem Jahr 1929 und wird mittlerweile in vierter Generation von Metzgermeister Patrick Lumb und seinem Bruder geführt. Von Anfang an wurde hier selbst geschlachtet und das macht man im Familienbetrieb bis heute so. 14 – 16 Schweine werden hier pro Woche am Schlachttag geschlachtet. Rinder dürfen nicht geschlachtet werden, da der Betrieb im Ortskern angesiedelt ist.

Wurst aus eigener Schlachtung und Produktion beim Metzger Lumb in Nieder-Olm
Wurst aus eigener Schlachtung und Produktion beim Metzger Lumb in Nieder-Olm

Das Fleisch wird natürlich auch direkt vor Ort weiterverarbeitet. Der gelernte Koch ist stolz auf seine Wurstwaren – und das mit Recht. Wir durften probieren. Und ich habe noch selten zwei Wurst-Häppchen-Tabletts gesehen, die schneller leergeputzt waren. Der Food-Blogger an sich hat natürlich immer Hunger, aber besonders schätzt er eben gute Qualität. Und die schmeckt man hier bei Schinken, Fleischwurst und der großartigen Luftgetrockneten nach hauseigenem Rezept ganz deutlich.

In der Produktion zeigt uns Patrick die Gerätschaften, unter Anderem den Kutter. „Für alle, die es nicht kennen – das ist wie ein großer Thermomix.“ Klare Sache, oder?

Werkzeug in der Schlachterei beim Metzger Lumb
Beim Metzger Lumb wird seit jeher selbst geschlachtet

Als die Räucherkammer für die staunende Blogger- und Fotografenschar geöffnet wird, herrscht ein Andrang wie sonst nur an einem Promi-Haus, das exklusiv und einmalig seine Pforten öffnet. Jeder will einen Blick auf die hängenden Würste und besonders die Schweineohren ergattern. „Aaaah!“ und „Ooooh!“ aus allen Hälsen. Womit man uns glücklich machen kann… es kann so einfach sein!

4 glückliche Blogger, 1 glücklicher Fotograf, 2 glückliche Agenturmitarbeiterinnen und 2 glückliche Rheinhessenwein-Vertreterinnen rein in den Bus und weiter gehts von Nieder-Olm zum Weedenhof nach Jugenheim:

Dinner-Safari – der Auftakt im Weedenhof

Endlich wieder essen! Nach Wein und Wurst geht es nun los mit dem Highlight für den Abend, der Dinner-Safari. Was das ist? Eine grandiose Idee, denn Vorspeise, Hauptgang und Dessert finden jeweils in einer anderen Gourmet-Location in Rheinhessen statt.

Rheinhessen genießen im Weedenhof mit Sekt und Gruß aus der Küche
Gruß aus der Küche im Weedenhof, begleitet von einem spritzigen Sekt

Der Weedenhof ist ein sehr gemütliches, trotzdem modernes Restaurant mit Hotel in Jugenheim. Die Küche von Hausherr Michael Knöll bietet euch exquisite, regionale Gerichte mit mediterranen Einflüssen – selbstverständlich mit möglichst regionalen Zutaten. Uns erwartete als prickelnder Auftakt ein Gruß aus der Küche mit Räucherfisch und einem Gemüsechip zu einem Glas feinem Sekt. Cheers und so kann es weitergehen!

Beete-Carpaccio mit gebackenem Ziegenkäse
Gelbe Beete Carpaccio mit gebackenem Ziegenkäse

Das tut es auch. Denn die Vorspeise ist ein absolutes Gedicht: Gelbe Beete Carpaccio mit gebackenem Ziegenkäse und Kürbispesto. Dazu gibt es einen 2021er Weißburgunder Kabinett vom Weingut Schick in Jugenheim. Die perfekte Begleitung zu einem spannenden Gericht, bei dem es so viel zu entdecken gibt. Ein wunderschön angerichteter Teller, hochwertige Produkte, köstlich und raffiniert kombiniert – ich habe jeden Bissen genossen!

Voller Vorfreude auf den nächsten Gang geht es rein in unseren Bus und zurück nach Mainz:

Teil 2 der Dinnersafari im Laurenz in Mainz

Den Hauptgang gibt es für uns im Laurenz, einer trendigen Weinbar, Vinothek & Restaurant in Mainz. Getafelt haben wir direkt im Weinkeller. Ein schöner Ort – wer fühlt sich nicht wohl zwischen prall gefüllten Regalen voll mit erlesensten Tropfen?!

Rehrücken mit Sellerie, Steinpilzen, Pastinake – so kann man Rheinhessen genießen im Laurenz in Mainz
Zart, zarter, am Zartesten: Rehrücken mit Sellerie, Steinpilzen, Pastinake und Holunder, dazu ein 2019er Spätburgunder trocken vom Weingut Gutzler

Der Hauptgang ist ein Traum in Wild. Genauer gesagt gibt es einen kräuterummantelten Rehrücken mit glasiertem Sellerie, mit Pastinake, Steinpilzen und Holunder. Ich kann nur sagen, ich habe noch nie ein so zartes Stück Wild gegessen. Butterzart und geschmacklich ein Knaller – genauso wie die weiteren Komponenten auf dem Teller. Ein traumhaftes Herbst-Gericht, zu dem uns ein 2019er Spätburgunder trocken vom Weingut Gutzler sehr, sehr glücklich gemacht hat. Ein perfect match.

im Laurenz in Mainz in fröhlicher Runde
Fotos müssen sein – keine Flasche (und kein Kellner) ist sicher vor unseren Kameras

Es versteht sich von selbst, dass man in unserer Runde als Kellner nicht einfach ganz normal seinem Job nachgehen und gepflegt die Gläser der Gäste befüllen kann. Nein, hier werden natürlich die Handys und Kameras gezückt. “Warte, dreh die Flasche nochmal!“, „Kannst du nochmal einschenken?“ (Ein guter Trick übrigens ;-)) oder „Kann ich die Flasche nochmal sehen?“. Erlaubt ist, was gute Fotos bringt.

Tschüss, Laurenz, schön wars bei euch. Und weiter gehts zum Abschluss ins Favorite Parkhotel in Mainz:

Ein Nicht-Dessert im Favorite Parkhotel zum Abschluss der Dinner-Safari

Es ist ja nicht so, dass wir nicht alle schon genug gegessen hätten. Trotzdem – ein Dessert muss sein und geht auch immer noch. Alte Vielfraß-Weisheit.

Favorite Parkhotel in Mainz
Favorite Parkhotel in Mainz

Wie gut, dass das, was uns in unserem Hotel für die Nacht, genauer gesagt, im Sterne-Restaurant des Favorite Parkhotel erwartet, ein modernes, leichtes, neu interpretiertes Dessert ist – kreiert von Larissa Metz, der frischgebackenen „Pâtissière des Jahres“: Ziegenfrischkäse und Honig; pochierte Birnen, Walnusscreme, Honigwabe, Ziegenkäse-Honig-Eis.

Ziegenfrischkäse und Honig; pochierte Birnen, Walnusscreme, Honigwabe, Ziegenkäse-Honig-Eis
Ziegenfrischkäse und Honig; pochierte Birnen, Walnusscreme, Honigwabe, Ziegenkäse-Honig-Eis – kreiert von Larissa Metz

Was für ein kunstvoller Teller. Hier wird erstmal neugierig betrachtet, das Dessert ins rechte Licht gerückt und abgelichtet. Das hat schon was von einem Topmodel-Shooting. So viel Schönheit, die es abzubilden gilt. Und dann ist da der Geschmack… Nein, falsch! All die Vielfalt der Geschmäcker und Aromen und der Konsistenzen, die wir hier entdecken. Es herrscht ehrfürchtiges Schweigen am Tisch. Dieses Dessert ist wie eine Reise. Ganz große Handwerkskunst gepaart mit hervorragenden Produkten und dem Wissen um Geschmacks-Harmonien. Dazu gibt es einen 2021er Riesling Kabinett vom Weingut Gehring in Nierstein. Der hat mir große Freude gemacht zum Dessert, sicherlich auch, weil ich so viel neues Wissen hatte über die Gehrings und ihre Weine. Ich werde noch zum Kabi-Fan. Wartets nur ab… !

Hundemüde, satt und glücklich gehts ins Bett im Parkhotel. Ja, so ein Bloggerleben kann anstrengend sein! 😉

Rheinhessen genießen Tag 2 – Wein und Gemüse mit Herz

Auf gehts am zweiten Tag morgens von Mainz nach Gundheim zum Weingut Gutzler. Zum sehr warmen Empfang bei Familie Gutzler gibt es einen hervorragenden 2019er Pinot Noir Rosé-Sekt, ein prickelnder Wachmacher. Denn Rosésekt aus eigener Manufaktur am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen. Ihr seht, mich hat der feine Tropfen belebt und so kann es losgehen mit dem Rundgang beim Weingut Gutzler.

Wein vom Weingut Gutzler in Gundheim kann man bei und in Rheinhessen genießen
Wein vom Weingut Gutzler in Gundheim, Rheinhessen

Michael Gutzler zeigt uns den Betrieb. Hier werden die Trauben direkt vom Weinberg dahinter zur Verarbeitung gebracht. Er setzt auf schonende Verarbeitung durch Kippen statt Pumpen in den ersten Arbeitsschritten. Alle Abfall-Produkte der Wein- und Sektproduktion werden im Sinne eines Nährstoff-Kreislaufs für die Rebenerährung wiederverwendet.

Im Weinkeller beim Weingut Gutzler
Michael Gutzler in seinem Weinkeller – und Nala, die dringend mit aufs Bild wollte 😉

Man merkt Michael Gutzler die Liebe zum Wein an. Wenn er spricht, lauscht auch der lauteste Blogger und macht mal Pause vom unaufhörlichen Fotoschießen. Es gilt, die Weinberge für die Zukunft zu rüsten – besonders hinsichtlich der klimatischen Herausforderungen – auf die richtigen Sorten zu setzen und den Zeitgeist zu erkennen. So ist beispielsweise eine Devise bei Gutzler, die Weine nicht mit zu starken Holznoten zu überlagern, sondern die Eigenheit des Weins mit dem Holz zu unterstützen.

Der Weinkeller mit all den Fässern ist ein Paradies. Wer hier keine Fotos und Videos macht, der ist selbst Schuld. Wir wollen gar nicht mehr weg, aber die Verkostung ruft. Okay, überredet.

Im Weinkeller vom Weingut Gutzler kann man Rheinhessen genießen
Der Weinkeller vom Weingut Gutzler – hier kann man wahrlich Rheinhessen genießen

Wir nehmen Platz und verkosten 2 VDP Gutsweine, einen 2021er Riesling und einen 2020er Spätburgunder Rotwein – den kennen und lieben wir schon vom Laurenz vom Vorabend, dort aber als 2019er. Außerdem probieren wir 2 VDP Weine aus Ersten Lagen: einen 2021er Westhofener Chardonnay – einer meiner Favoriten, denn ich liebe einen guten Chardonnay, kann aber auch dementsprechend sehr enttäuscht sein, wenn er mir nicht gefällt. Der zweite war ein 2019er Gundersheimer Spätburgunder, mein Liebling in der Runde. Der war jetzt schon so gut – ich kann mir bestens vorstellen, wie der sich in 2 – 3 Jahren entwickelt hat, die man ihm wohl noch geben soll. Zum Abschluss gibts einen 2019er Morstein Spätburgunder, Große Lage. Ein Gedicht!

Fakt ist: Ich werde mich zukünftig mehr mit Spätburgundern beschäftigen. Die habe ich eigentlich hier erst wieder richtig schätzen gelernt. Voll bepackt mit tollen Eindrücken gehts nun weiter in den Weinberg:

Reiher's Gemies bewirtschaften rund 1000 qm Gemüsebeete im Weinberg
Reiher’s Gemies bewirtschaften rund 1000 qm Gemüsebeete im Weinberg

Reiher’s Gemies – Gemüsebeet im Weinberg

Was soll ich sagen… Wenn ich Gemüsebeete sehe, da geht mir das Herz auf. Natürlich wünsche ich mir sehnlichst, solche Pracht auch in unserem Garten, aber seien wir realistisch: Mit wenig Zeit, wenig grünem Daumen und wenig Lust am Gärtnern, bleibt es wohl bei ein paar Tomaten und Zucchini. Auch ok und besser als nix.

Bei Reiher’s Gemies sieht das Ganze allerdings ganz anders aus. Durch einen Zufall entstanden, bringt das junge Start-Up von Ramona und Axel Reiher in Dittelsheim-Heßloch biologisches Gemüse aus eigener Anzucht auf die Teller von Endverbrauchern und regionalen Gastronomen. Und das ist ein Anblick! Auf rund 1000 Quadratmetern wächst hier alles, was den Food-Blogger glücklich macht: verschiedene Salatsorten, Möhren, Kohlsorten, außerdem Paprika und Tomaten im Gewächshaus und vieles mehr.

Reiher's Gemies
Auf Entdeckungsreise mitten im Gemüsebeet von Reiher’s Gemies

Die Reisegruppe ist begeistert, probiert, schnuppert und setzt Mangold & Co. perfekt in Szene. Gemüse hat aber auch Star-Qualitäten vor der Linse! Man kann den guten Geschmack förmlich sehen.

Und dann noch Möhren frisch aus dem Beet probieren – wer braucht da Austern oder Kaviar? Das orangene Gold direkt aus dem Boden, das macht uns glücklich. Mit Hingabe erzählen die beiden von ihrem Weg und ihrer Liebe zum Gemüse. Das Besondere ist die Lage. Mitten in den Weinbergen bewirtschaften sie ihre Gemüsebeete. Die Lage war nämlich für die Winzer nicht optimal, die wollte also keiner. Für den Gemüseanbau eignet sie sich allerdings perfekt. Und so wächst auf diesem Stückchen Weinberg leckeres Gemüse statt Trauben.

Möhren frisch aus dem Beet von Ramona Reiher
Jemand ein Möhrchen frisch aus dem Beet? Aber gern! Danke, Ramona Reiher, die waren köstlich!

Wahrscheinlich hätten wir uns gar nicht losreißen können vom Gemüse-Beet-Shooting, doch dann kam der Regen. Also rein in den Bus und los gehts zu unserer letzten Etappe nach Flonheim:

Abschluss von Rheinhessen genießen mit Wildschwein und Wehmut

Ein letztes gemeinsames Essen gibts für uns in mayers art Restaurant in Flonheim. Extra für uns geöffnet und das mit einem herzlichen Service und bestem Wein und Essen. Ein wirklich würdiger Abschluss für unsere „Rheinhessen genießen“ Pressereise.

Rheinhessen genießen, wenn Sabine Mayer Rotwein vom Weingut Klosterhof in Rheinhessen einschenkt
Sabine Mayer schenkt uns den 2018er Lifeblood Dornfelder trocken vom Weingut Klosterhof in Flonheim ein

Auf den Tellern vor Christie und vor mir seht ihr Filetspitzen vom Wildschwein mit gepfeffertem Kartoffelpüree und marinierter Roter Beete. Ein Traum! Das Fleisch war innen noch zartrosa, die Rote Beete war die wohl beste, die ich bis jetzt gegessen habe. Dieses Gericht hat eine Schlichtheit, bei der die einzelnen Komponenten perfekt in Szene gesetzt werden. So etwas liebe ich. Da will man gar nicht fertig werden mit seinem Teller. Perfekt begleitet wird das Wildgericht von einem 2018er Lifeblood Dornfelder trocken vom Weingut Klosterhof in Flonheim.

Wildgulasch bei mayers art Restaurant
Filetspitzen vom Wildschwein mit gepfeffertem Kartoffelpüree und marinierter Roter Beete und Christie vom Blog A Sausage Has Two

Und als die Teller dann leider doch irgendwann leer sind, will keiner von uns aufstehen. Denn dann ist sie ja rum, unsere Genussreise. Das möchte niemand am Tisch. Nicht umsonst wäre unser Vorschlag fürs nächste Mal: eine Woche! Dann kommt man so richtig rein. Und die Zeit nehmen wir uns, keine Frage. Macht doch Sinn, liebes Team von Rheinhessenwein, oder? 😉

Ich komme mir ein bisschen vor wie bei den Oscars, bei dem, was ich jetzt sage: Ich möchte mich von Herzen bedanken für die Möglichkeit, bei Rheinhessen genießen in Form dieser Genussreise dabei gewesen zu sein! Danke an das Team von Rheinhessen Wein und von Gourmet Connection – ihr seid die Besten. Es war perfekt organisiert und ihr ward spitze. Und natürlich einen Riesendank an meine Mitstreiter Christie, Sabine und Michael und Sven (der offizielle Fotograf für Rheinhessen Wein) . Es war ein Fest mit euch! Gerne wieder – dann aber ne Woche, ist klar!

Rheinhessen genießen im Weingut & Vinothek Klosterhof in Flonheim
Rheinhessen genießen in mayers Art Restaurant – Weingut & Vinothek Klosterhof in Flonheim

Ich hoffe, ich konnte euch Rheinhessen als Ausflugsziel für Feinschmecker und Weinliebhaber näher bringen. Ich war nicht zum letzen Mal da. Vom Odenwald aus ist es glücklicherweise auch nur ein Katzensprung zu diesem schönen Fleckchen Erde mit seinen tollen Menschen und Produkten.

Alles Liebe ♥ Eure Katja

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