Frühlingsrollen aus dem Ofen mit selbstgemachter süß-saurer Sauce

|| Was Frühlingsrollen mit Yoga zu tun haben & das Rezept für gebackene Frühlingsrollen aus dem Ofen mit süß-saurer Sauce ||

Gebackene Frühlingsrollen mit selbstgemachter süß-saurer Sauce

Völlig ungewollt präsentiere ich euch heute … Trommelwirbel, bitte … schon wieder gefüllte Röllchen!

Na toll!

Ich kann das Gemaule schon hören und bin auch auf eurer Seite. Wie langweilig kann man denn sein? SCHON WIEDER was mit Röllchen?! Als ob man nicht die Schnauze voll hätte von genug zu tun hätte mit den eigenen Röllchen, die sich über den Bund der Jeans wölben.

Und dabei nehme ich mir immer fest vor, ganz abwechslungsreich für euch zu kochen. Mal Pasta, mal asiatisch, mal mit Fleisch, mal ohne usw. Hier und heute war die Idee: Wir hatten schon lange nichts Asiatisches mehr auf dem Blog! Dass es nun dummerweise wieder was mit Röllchen geworden ist, bedaure ich zutiefst. Ich kann aber gleich vorwegnehmen: Dieses Mal war das Füllen eine saubere, ja sogar entspannende, fast meditative Angelegenheit. In der Rolle liegt die Kraft! – Aber dazu später mehr.

Diese Frühlingsrollen werden im Ofen schön knusprig gebacken
Als Vorspeise oder Hauptspeise – schmeckt der ganzen Familie

Versucht ihr zur Zeit auch, nur einmal die Woche einkaufen zu gehen? Soll man ja. Jaja, was man nicht alles soll. Und das auch noch mit Maulkorb… Ich spare mir an dieser Stelle weiteres Genöle zu dem Thema. Zurück zum Einkaufen: Es ist schon eine Herausforderung, leckere Gerichte mit frischen Zutaten für eine Woche zu planen, funktioniert aber erstaunlich gut.

Es macht mir auch Spaß, mir abwechslungsreiche Ideen zu überlegen, mal mit ein paar mehr Kalorien und dann wieder echtes Schlankmacher-Food, damit wir nicht mit 12 Kilo mehr aus der Quarantäne kommen. Wobei… Strandfigur braucht ja dieses Jahr auch kein Mensch. Jedenfalls versuche ich, die Küche abwechslungsreich zu gestalten. Und dass mir dann so ein Röllchen-Faux-Pas auf dem Blog passiert, das ist quasi kaum zu verzeihen.

Die Rollen sind gefüllt mit Hähnchen, Möhren und Spinat
Statt Frühlingsrollenteig nimmt man hier Reispapier

Allerdings sind die heutigen Rollen schon etwas ganze Anderes als die vom letzen Mal, schließlich gibt es heute crispy Frühlingsrollen aus dem Ofen mit selbstgemachter süß-saurer Sauce!

Wo sind die Frühlingsrollen-Fans? Ich bin definitiv einer. Bei unseren Mädelsabenden gibt es gerne mal, wenn wenig Zeit zum Kochen blieb, die Mini-TK-Frühlingsrollen, zu denen ich dann noch meine Erdnusssauce mache. Lecker!

Da wurde es mehr als Zeit, endlich auch mal die Frühlingsrollen selbst zu machen. Und auch noch gleich die süß-saure Sauce. Die kann nämlich aus der Packung schonmal ein bisschen sehr künstlich schmecken. Und das tut diese selbstgemachte Variante definitiv nicht! Die ist ein Gedicht!

Zum Reinbeißen gut: Die Rollen sind herzhaft und gesund gefüllt
Die süß-saure Sauce wird mit frischen Tomaten gemacht und ist in 10 Minuten fertig

Frühlingsrollen selber machen – da denkt man gleich an Fritteusengeruch für 14 Tage in der Bude, Fettschlieren auf den Küchengeräten und Brandblasen an den Händen. Es geht aber auch anders: Deutlich gesünder, kalorienärmer, ungefährlicher und geruchsärmer aus dem Backofen.

Meine Frühlingsrollen aus dem Ofen sind natürlich nicht ganz so mega kross wie die frittierten, aber die gerade genannten Vorteile machen das allemal wieder wett. Knusprig sind sie trotzdem, sogar erstaunlich knusprig! Was ich auch richtig gut finde, ist die gesunde Alternative zum Frühlingsrollenteig – das Reispapier. Das klappt ganz wunderbar und man kann mit viel besserem Gewissen herrlich zulangen.

In die Füllung dieser gebackenen Frühlingsrollen kommen lauter gute Sachen, alle jederzeit überall zu bekommen. Und, liebe Korianderhasser und Bei-Koriander-augenblicklich-das-Würgen-Bekommer, es ist KEIN Koriander drin! Alles asiatisch, aber ohne Schi-Schi, dafür gesund, easy peasy zuzubereiten und wirklich eine super Alternative zu den TK-Produkten oder zu den frittierten Frühlingsrollen vom Chinarestaurant.

Mit dem Reispapier sind diese Frühlingsrollen kalorienärmer als die üblichen mit Teig
Asiatisches Fingerfood – der Klassiker komplett selbstgemacht

Das Rollen ist, wie oben bereits angedeutet, eine Handlung, die ich als mindestens so entspannend wie eine Yoga-Session empfunden habe. Es macht einfach Spaß und man erfreut sich an jedem hübschen und gelungenen Röllchen, das man mit den Händen liebevoll aufgerollt hat. Apropos gelungen: Im Rezept bekommt ihr die Schritt-für-Schritt-Anleitung fürs Frühlingsrollen-Rollen. Das ist viel einfacher als man denkt und klappt reibungslos – versprochen!

Wer übrigens so wie ich Fan vom Rollen und von Essen in Rollenform ist, der kann auch mal meine Summer Rolls ausprobieren – mit selbstgemachter Erdnusssauce. Ebenfalls ein Gedicht!

Zurück zu diesen Rollen. Ich habe im Eifer des Gefechts gleich vier Rollen verdrückt, weil sie so meeeeega lecker waren. Seid ihr überzeugt? Dann kommt hier für euch das Rezept für diese Frühlingsrollen aus dem Ofen:

Einfach lecker: Die selbstgemachte süß-saure Sauce passt perfekt zu den Röllchen

Frühlingsrollen aus dem Ofen mit selbstgemachter süß-saurer Sauce

Frühlingsrollen aus Reispapier, gefüllt mit Hühnchen und Spinat, im Ofen knusprig gebacken

Keyword asiatisch, frühlingsrollen, gebacken, reispapier
Vorbereitungszeit 1 Stunde 5 Minuten
Zubereitungszeit 25 Minuten
Arbeitszeit 1 Stunde 30 Minuten
Portionen 10 Stück

Zutaten

  • 100 g Reispapier
  • 500 g Hähnchenbrustfilet
  • 1 TL Ingwerpulver
  • 1 Prise Chilipulver
  • 200 g Babyspinat
  • 2 Möhren
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 1 Handvoll Erdnüsse, gesalzen
  • 1 EL Worcestersauce
  • 1,5 EL helle Sojasauce
  • 1 EL Reisessig alternativ ein anderer weißer, milder Essig
  • Salz & Pfeffer
  • Olivenöl

Süß-saure Sauce:

  • 2 Tomaten
  • 150 ml Geflügelbrühe
  • 1 EL helle Sojasauce
  • 1 EL Reisessig
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 Knoblauchzehe
  • Salz und Pfeffer

Anleitungen

  1. Die Hähnchenbrustfilets jeweils einmal in der Mitte halbieren – dann garen sie schneller, bleiben aber saftig. Das Fleisch mit Ingwer, Chili, Salz und Pfeffer würzen. Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und das Fleisch darin scharf anbraten. Es sollte außen gut gebräunt sein und innen weiß und zart.

  2. Fertiges Fleisch aus der Pfanne nehmen und auf einem großen Teller klein hacken. Anschließend in eine große Schüssel geben. Herd ausdrehen.

  3. Den Spinat für ca. 1 – 2 Minuten in die noch heiße Pfanne geben bis er weich wird. Spinat mit in die Schüssel geben.

  4. Die Möhren schälen und fein raspeln (Käsereibe). Die Frühlingszwiebeln in dünne Ringe schneiden. Beides in die Schüssel geben.

  5. Nun Essig, Sojasauce und Worchestersauce dazugeben, die Mischung salzen und pfeffern, Erdnüsse hacken und dazugeben und alles gut vermengen.

  6. Nun geht es ans Rollen, was wirklich ein Kinderspiel ist: Eine große Pfanne zur Hälfte mit kaltem Wasser füllen. Ein Reispapier eintauchen und für 30 Sekunden unter Wasser drücken. Dann das nasse und noch harte Reispapier auf ein feuchtes Küchenhandtuch legen (das funktioniert besser als direkt auf der Arbeitsplatte). Kurz warten bis das Reispapier weich wird. Nun etwa 2 gehäufte EL der Füllung auf dem unteren Drittel des Reispapiers längs platzieren. Diese haltet ihr mit Daumen und Zeigefinger am Platz und schlagt die linke und rechte Seite vom Reispapier nach innen über die Füllung. Nun den unteren Teil vom Reispapier nach oben klappen. Das funktioniert wie bei einem Tacco oder Lahmacun. Alles gut festhalten und vorsichtig von unten nach oben anfangen, zu rollen. Dabei ruhig relativ eng rollen, dann hält alles besser. Das obere Ende vom Reispapier klebt dann automatisch auf der Rolle, so dass diese verschlossen ist. Fertige Rolllen auf zwei Teller legen.

  7. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die 10 Frühlingsrollen darauf verteilen. Diese mit Olivenöl bepinseln, auch vorsichtig auf der Unterseite. Die Rollen kommen nun bei 200° C Umluft auf mittlerer Schiene für 25 – 30 Minuten – oder bis sie goldbraun sind – in den vorgeheizten Backofen.

  8. In der Zwischenzeit die süß-saure Sauce zubereiten: Die Tomaten mit kochendem Wasser einige Sekunden überbrühen, unter kaltem Wasser abschrecken und dann häuten. Das Innere entfernen und das Fleisch feinhacken. Gehackte Tomaten zusammen mit den anderen Zutaten in einen kleinen Topf geben, alles gut umrühren, kurz aufkochen und ca. 10 Minuten köcheln lassen. Auf kleinster Flamme zum Servieren warmhalten.

  9. Fertige Frühlingsrollen aus dem Ofen nehmen und direkt mit süß-saurer Sauce servieren. Solo als Vorspeise oder Lunch oder mit einem asiatischen Salat oder mir Reis.

Auch im Ofen werden die Frühlingsrollen fluffig und knusprig
Als Alternative zu den TK-Produkten sind diese Rollen sehr zu empfehlen: gesünder und kalorienbewusster

Ich hoffe, ihr verzeiht mir den Doppel-Rollen-Fehler (ich spreche hier nicht von meinem Doppelkinn!!). Nach Cannelloni nun Frühlingsrollen. Das passiert mir kein drittes Mal – versprochen.

Lasst es euch gut gehen, viel Spaß beim Rollen und Nachkochen und lasst mich gerne wissen, wie sie euch geschmeckt haben!

Alles Liebe ♥ Eure Rollen-Beauftragte Katja

8 thoughts on “Frühlingsrollen aus dem Ofen mit selbstgemachter süß-saurer Sauce

  1. Huhu Katja 🙂
    Bin per Zufall auf dein Rezept gestoßen und werde dies am Wochenende gleich ausprobieren.
    Ich würde allerdings gerne Hackfleisch verwenden…was meinst du, soll ich das auch vorgaren oder kann ich hier roh alles zusammen mischen wie bei Frikadellen?
    Bin mir unsicher, wie lange die Röllchen dann in den Backofen müssen, dass sie innen gar sind aber außen nicht zu dunkel.
    Würde mich sehr über deine Tipps freuen.
    Liebe Grüße, Chrissy

    1. Hallo liebe Chrissy,

      ich würde das Hackfleisch auf jeden Fall vorher anbraten. Das Hähnchen habe ich ja auch vorher gebraten. Also zum einen kannst du so sicher sein, dass es dann eben durch ist, zum anderen würde rohes Hackfleisch beim Garen im Ofen möglicherweise wohl etwas “durchsuppen”. Dann wären deine Frühlingsrollen nicht mehr kross. Also mein Tipp: mit genau den Gewürzen aus dem Rezept das Hackfleisch schön kross und scharf anbraten vorher und dann alles mischen wie beschrieben und backen im Ofen. Bin gespannt, wie diese Variante schmeckt. Ich kann es mir aber sehr gut vorstellen! 🙂 Ich wünsche viel Erfolg beim Umsetzen und lasst es euch schmecken!

      Liebe Grüße
      Katja

  2. Dein Rezept ist wohl die Rettung für meine Rollen.
    Ich habe heute Frühlingsrollen gemacht und bis auf zwei sind mir beim frittieren ALLE aufgeplatzt ☹️ wie ärgerlich!

    Werde definitiv morgen dein Rezept nutzen und sie im Ofen garen – Figurfreundlicher 😀

    Eine Frage hätte ich noch… kann ich die Rollen roh (ohne Backen im Ofen) einfrieren und bei Bedarf aufbacken?

    LG

    1. Hallo Raffaela,

      die Rollen aus dem Ofen sind definitiv viiiiil figurfreundlicher! 🙂 Schon mal ein großer Pluspunkt. Aufgeplatzt sind sie bei mir auch nicht. Also gibts auch nen Punkt für Sauberkeit 😉

      Zu deiner Frage: Das weiß ich nicht, um ehrlich zu sein. Habe das noch nicht ausprobiert und bin generell nicht so der Einfrierer. Theoretisch müsste es gehen, weil das Fleisch ja gegart ist. Aber ob die dann noch knusprig werden bzw. was das Einfreiern und Auftauen mit dem Teig macht, das ist die Frage. Einfach ausprobieren, würde ich sagen 🙂

      Ganz liebe Grüße und dann lass es dir schmecken!

  3. Moin,

    ich habe Heute Ihre Frühlingsrollen ausprobiert.
    Mir waren sie im Verhältnis zu Hackfleisch lastig, und ich hatte noch 150g Sojakeimlinge
    dazu bereitet. Es fehlt an Gemüse. Auch waren mir diese Frühlingsrollen zu fettig, obwohl ich nur diese 2 EL Olivenöl verwendet habe. Die Frühlingsrollen waren unten dunkel braun, und oben weiß, dass heißt Hard.
    Hat mich also nicht wirklich “umgehauen” das Rezept.

    LG
    Gruß aus Bremen
    ThomasP.

    1. Servus Thomas, danke für deine Rückmeldung. Hackfleisch ist allerdings gar nicht im Rezept drin, sondern Hühnchen. Vielleicht hattest du es geändert? Wenn die Rollen in deinem Ofen unten zu dunkel wurden, am besten immer einen Blick drauf haben und ggf. wenden – wie mit Pommes etc.

      Liebe Grüße
      Katja

    1. Oh wie schön! Das freut mich total. Vielen lieben Dank für deinen Kommentar 🙂 Dann lass sie dir auch beim nächsten Mal (und weiteren Malen ;-)) schmecken.

      Liebe Grüße,
      Katja

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