Käsekuchen Muffins

|| Die Sache mit der Optik oder der Vorher-Nachher-Effekt ||

Käsekuchen Muffins

Endlich, endlich gibt es mal wieder etwas Süßes auf dem Blog. Die erste süße Sünde des neuen Jahres. Ganz ehrlich bei dem ständigen Grau in Grau da draußen brauche ich etwas Süßes, um nicht völlig in Depressionen zu versinken. Süßes macht eben einfach glücklich.

Und wisst ihr, was besonders glücklich macht? Käsekuchen Muffins! Wirklich, ich sage euch, beim Reinbeißen durchströmen mich solche Glücksgefühle – es ist als wäre endlich Frühling und ich würde draußen im Garten sitzen und die Sonne wärmend auf meiner Haut spüren. Was für eine schöne Vorstellung, oder? Da das aber wahrscheinlich in diesem Jahr nicht mehr passieren wird, wenn man sich rückblickend den ersten Monat des Jahres ansieht, dann muss eben Käsekuchen-Glück her. Das bekommen wir hin!

Käsekuchen Muffins

Käsekuchen Muffins

Wer liebt denn Käsekuchen auch so wie ich? Ich bin ja an sich gar nicht so ein großer Kuchen-Fan. Klar, wenn Kuchen da ist, esse ich ihn. Wer tut das nicht? Aber ich kann auch lange Zeit ohne Kuchen. Und manche Kuchen oder Torten lassen mich auch völlig kalt. Aber ein Käsekuchen, der treibt mir schier die Tränen in die Augen – Glückstränen natürlich.

Backen dagegen treibt mir die anderen Tränen in die Augen – die der Wut und der Verzweiflung und dazu gibt es gratis noch ne Portion Angstschweiß. Lecker, ich weiß. Aber es ist die Wahrheit. Ich backe nicht gerne und wage mich auch nur an Rezepte ran, die einfach sind. Denn die finde ich schon schwierig genug.

Daher habe ich mich auch bisher erst ein einziges Mal an einen Käsekuchen rangewagt – ans Backen versteht sich, das Verspeisen macht mir keine Angst, oh nein, ganz und gar nicht. Für die Familie zu Weihnachten gab es einen Käsekuchen von mir gebacken. Das war einer ohne Boden, weil es hieß, das Rezept sei extreeeem einfach. War es auch. War lecker und ist gelungen. Allerdings liebe ich auch den Boden beim Käsekuchen. Also musste es endlich mal passieren: Katja backt einen Käsekuchen! Einen richtigen, so einen mit allem Drum und Dran.

Käsekuchen Muffins

Käsekuchen Muffins

Fast! So eine große Käsekuchen-Backform jagt mir nämlich ebenfalls Angst ein, nicht nur das Rezept und die Anleitung. Muffinförmchen dagegen sind so klein, so süß – die tun nichts. Und da kann doch garantiert viel weniger schiefgehen bei vielen kleinen Käsekuchen als bei einem großen! Macht keinen Sinn? Mag sein. Trotzdem hab ich mich einfach lieber an die kleine Version eines Käsekuchens rangewagt. Mit einem extrem einfachen Rezept. Mit Boden. Eine Herausforderung für mich, ein Witz für Backexperten.

Is mir egal. Ich habs geschafft und habe 12 wahnsinnig leckere kleine Käsekuchen gebacken. Meine liebsten Testesser, die Mädels, haben die kleinen Käseküchlein quasi weginhaliert. Zusammen mit ein paar Gläsern Sekt beim Bachelorgucken. Das war vielleicht auch gut so, weil sonst zu viele Gehässigkeiten in die Runde geworfen worden wären. Mit dem Mund voll Käsekuchen geht das nicht.

Selbstverständlich werden die Kandidatinnen und „das Bätschmännchen“ (Zitat aus meiner Lieblings-Bachelor-Kolumne in der Glamour – die MÜSST ihr lesen, wenn ihr den Bachelor schaut! Hier gehts zur besten Kolumne ever, zur aktuellen Folge.) gnadenlos bewertet. Nur deshalb schauen wir das Ganze ja, damit wir über „die mit der hohen Stirn“, über „die Erste oder die Vierte“, „die mit der Warze, die man sich für 8 Euro weglassen machen kann“ und natürlich über „die mit dem hässlichen Kleid“ und „die andere Blonde“ herziehen kann. Nur so ist das überhaupt zu ertragen. Und mit Käsekuchen natürlich. Käsekuchen hilft!

Käsekuchen Muffins

Käsekuchen Muffins

Und da wir so gnadenlos sind wie Heidi Klum, die Lets Dance- und die DSDS-Jury zusammen, wundere ich mich, dass die Mädels nichts über das Aussehen der Käsekuchen Muffins gesagt haben. Es kam nichts Schlechtes, nichts Gemeines über „die mit den Rissen“ und „die mit den Falten“. Nein, nur glückliches Schweigen und zufriedenes Genießen. Danke, Mädels, ihr seid die Besten!

Denn Grund genug gab es, Witze über die Käsekuchen Muffins zu machen, aber hallo. Denn sie waren nach dem Backen leider nicht mehr ganz so schön, wie sie sein könnten. Im Ofen waren die kleinen Kuchen das wohl Hübscheste, was ich je beim Backen beobachtet habe. Sie haben sich sanft nach oben gewölbt, zart gelb, mit einer wunderhübschen, glatten Oberfläche. Wunderschön!

Und dann ging es los: Risse! Neeiiiiin! Warum nur? Ich habe keine Ahnung. Die Profis werden es wissen, ich nicht. Da waren sie, die Risse. Aus dem Nichts. Und als ob das nicht gereicht hätte, sind die kleinen Kuchen beim Abkühlen auch noch in sich zusammengefallen. Als hätte man die Luft rausgelassen.

Käsekuchen Muffins

Käsekuchen Muffins

Käsekuchen Muffins

Beim Servieren war quasi fast nichts mehr von ihrer einstigen Schönheit zu sehen. Das ließ sich nur mit reichlich Puderzucker ein wenig verdecken. Ein ähnlicher Effekt wie bei uns selbst am Morgen nach einer langen Partynacht. Da ist von der Frau, die sich abends vor dem Spiegel geschminkt und ausgehfertig gemacht hat, auch nichts mehr zu sehen. Stattdessen starrt uns jemand im Spiegel entgegen, den wir nicht kennen. Eine Fata Morgana? Ich in 30 Jahren? Ach nee, ich nach einer Party, von der ich früher hätte heimgehen sollen. Naja, Licht aus und am Morgen ein bisschen Puderzucker aufs Gesicht, äh, nein, Antifaltencreme und viel, viel Concealer. Dann gehts wieder einigermaßen. Also fast wie bei den runzeligen Käsekuchen Muffins.

Aber ganz egal wie schrumpelig die Muffins auch waren, sie haben die Mädels und mich richtig glücklich gemacht. Und das ist doch das Wichtigste. Das Aussehen interessiert nicht. Es kommt auf die inneren Werte an. Das ist so bei uns Menschen und auch bei Käsekuchen.

Und ihr wollt nun die inneren Werte der Käsekuchen Muffins kennenlernen? Das haben wir sofort, denn hier kommt das Rezept:

Käsekuchen Muffins

Käsekuchen Muffins

Käsekuchen-Muffins mit Mandarinchen und richtigem Boden – schmeckt wie der große Klassiker, ist aber viel bezaubernder aufzutischen – für Mädelsabende oder Geburtstage genau das Richtige.

Portionen 12 Stück

Zutaten

Für den Boden:

  • 65 g weiche Butter
  • 50 g Zucker
  • 1/2 Ei Größe M
  • 110 g Mehl
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1 kleine Prise Salz

Für die Füllung:

  • 60 g Zucker
  • 1 Ei, mittelgroß
  • 350 g Quark, 40% Fett
  • 110 g Butter, geschmolzen
  • 40 g Vanillepuddingpulver (1 Päckchen)
  • 1/2 TL Zitronenschalenabrieb
  • 1 kleine Dose Mandarinchen, abgetropft
  • Muffinblech
  • 12 Muffin-Papierförmchen

Anleitungen

  1. Den Ofen auf 180° Ober- und Unterhitze vorheizen. Nun den Teig für den Boden herstellen: Die weiche Butter in eine Schüssel geben, den Zucker hinzugeben und beides mit dem Handrührgerät verrühren. Das Mehl mit dem Backpulver in die Schüssel sieben, das Ei hinzugeben und das Salz und alles zu einem Teig verkneten.

  2. Aus dem Teig 12 kleine Kugeln formen. Die Kugeln jeweils in ein Muffinförmchen legen und mit den Fingern auf dem Boden flachdrücken und an den Rändern leicht hochziehen, etwa bis zu einem Drittel der Höhe der Förmchen.

  3. Für die Füllung Zucker mit dem Ei verquirlen. Die geschmolzene Butter, den Quark, das Puddingpulver, den Zitronenabrieb und die Mandarinchen hinzugeben und alles vorsichtig unterheben und zu einer glatten Masse verrühren. Nicht zu lange rühren. Die Masse mit einem Löffel in die Muffinförmchen füllen, das Muffinblech ein paar mal feste auf die Arbeitsplatte klopfen und dann für 35 Minuten in den Ofen schieben.

  4. Die fertigen Muffins aus dem Ofen nehmen, abkühlen lassen und anschließend nochmal mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. Dann sind sie servierfertig. Guten Appetit!

Rezept-Anmerkungen

Selbstverständlich könnt ihr die Muffins auch ohne Mandarinchen machen, falls ihr die nicht mögt. Habe ich auch für eine der Testesserinnen gemacht – und es war ebenfalls sehr lecker.

Das Rezept habe ich bei backenmachtglücklich.de gefunden und im Grunde genauso übernommen. Danke für das tolle Rezept! Ich kann es nur empfehlen. Und vor allem ist es für Back-Phobiker wie mich wirklich recht einfach hinzubekommen.

Käsekuchen Muffins

Käsekuchen Muffins

Ich bin gespannt, wie euch die kleinen Dingerchen schmecken. Und wenn sie nicht reißen und zusammenfallen, dann meldet euch bitte auf jeden Fall bei mir und sagt mir, was ihr anders gemacht habt! Ich lerne stetig dazu – besonders beim Backen ist da noch viel Luft nach oben. Die ganze Luft, die aus den Muffins entfleucht ist zum Beispiel.

Habt eine feine Woche und esst Käsekuchen Muffins!

Alles Liebe ♥ Eure Katja

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