Spaghetti all’assassina – Killer-Spaghetti

|| Was Spaghetti mit Destroyed Jeans zu tun haben & das Rezept für Killer-Spaghetti oder auch traditionelle Original Spaghetti all’assassina ||

Spaghetti all’assassina
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Das heutige Rezept ist der Killer – in jedem Sinne! Oder anders: Hier und heute wirds blutig auf dem Blog – irgendwie auch in jedem Sinne.

Sie spricht in Rätseln!

Ja, tut sie! Und das passt auch zum Thema – denn ein Killer verrät ja auch nicht, was er vorhat!

Ich aber kläre das Geheimnis um das heutige Rezept allerdings jetzt und hier auf. Nehme also die Spannung raus, damit mir hier keiner vor Anspannung umgeht. Das wäre ja schade, denn dann würdet ihr eines meiner neuen absoluten LIEBLINGS-Pasta-Rezepte verpassen:

Mörder Spaghetti

Spaghetti all’assassina aka Killer-Pasta

  • Wieso Killer? Na weil das italienische Wort assassino auf deutsch genau das bedeutet: Killer oder Mörder. Also gehts hier und heute um Spaghetti nach Mörder-Art.
  • Das Besondere an diesem Original italienischen Pasta-Rezept ist die Zubereitungsweise: Die Pasta wird auf Risotto-Art gegart, also durch Zugabe von Brühe bis sie al dente ist – wie beim Risotto.
  • Man nennt die Spaghetti all’assassina auch Spaghetti bruciati, was „verbrannte Spaghetti“ bedeutet. Angeblich hat in den 60er Jahren ein Koch aus Bari seinen Gästen aus Versehen einmal verbrannte Pasta in Tomatensauce serviert, die noch dazu mörderisch scharf war. Also nannten seine Gäste ihn „den Mörder“ – und die Spaghetti all’assassina waren geboren.
Spaghetti bruciati

In letzter Zeit sind diese verbrannten Spaghetti ein echter viraler Food-Trend geworden, den ich unbedingt ausprobieren wollte.

Auch hier nehme ich das Ergebnis gleich vorweg – zu viel Spannung ist halt ungesund: Die Spaghetti all’assassina sind der Hammer!! Ein sensationelles Rezept – und etwas ganz Besonderes, auch wenn es eigentlich NUR Spaghetti in Tomatensauce sind. Ich gehe da gleich noch genauer drauf ein…

Leute, wisst ihr, wie mich dieses Rezept gecatcht hat? Ich hab in Pinterest Bilder gesehen und dachte mir ganz naiv: OHAAA… die Pasta sieht merkwürdig aus! Dann hab ich dort Kommentare gelesen von Menschen: “Iiiiih, es sieht eklig aus!“ – was absolut nicht stimmt (und btw… solche Kommentare kann man sich absolut sparen – macht man nicht)! Aber… mein Interesse war damit geweckt, hahaha.

Chiliflocken sind eine wichtig Zutat

Von eklig oder hässlich kann meiner Meinung nach in feinster Weise die Rede sein. Im Gegenteil! Ich finde den Destroyed-Look, den diese Pasta hat, sogar besonders reizvoll! Das ist genau wie mit Jeans. Da steh ich auch auf Destroyed- oder Used-Look. Wer sich auskennt, weiß, dass dahinter eine spezielle Behandlung steht. Und genau SO ist das bei dieser Pasta auch.

Die spezielle Behandlung ist das gezielte Anbrennen-Lassen der Spaghetti, ohne dass sie ungenießbar werden. Außerdem gehts darum, sie perfekt al dente zu garen auf eine für Pasta absolut ungewöhnliche Art und Weise – nämlich wie Risotto. Und dann gehts noch darum, die perfekte Schärfe zu finden, damit diese Spaghetti der OBERkiller werden.

Pasta in Tomatensauce mit Chili nach einem Rezept aus Bari Apulien

Die richtige Behandlung ist also der Schlüssel. Damit am Ende dieser wunderbar zerstörte Look herauskommt. Ich finde, die machen optisch besonders was her. Ich meine, perfekt in Szene gesetzt – das kann ja jede Pasta. Aber angekokelt, ja, fast ein bisschen zerzaust aussehen und dabei wahnsinnig lecker zu schmecken – das muss man können!

Zum Geschmack: Der ist unbeschreiblich guuuuut. Die Röstaromen machen es hier! Sie machen diese Pasta unglaublich tief im Geschmack. Auch die angerösteten Chiliflocken geben eine so herrliche Tiefe – es entwickelt sich zusätzlich zur Schärfe fast eine Art Süße. Traumhaft und sooo besonders! Das kann man tatsächlich nur auf diese ganz bestimmte Art und Weise der Zubereitung erreichen.

Und da fragt ihr euch nun sicher: Ist das denn schwer? Wie geht das überhaupt?? Keine Sorge, ich habe die ideale Anleitung, mit der eure Spaghetti all’assassina ganz sicher gelingen werden:

Pasta Mörder Art - traditionelles Rezept

Spaghetti nach Mörder-Art – so werden sie zubereitet

  • Zunächst wird Knoblauch mit Chiliflocken (alternativ frische Chilischoten verwenden) in Olivenöl angedünstet.
  • Aus Tomatenmark, etwas Salz und Wasser stellt ihr eine Brühe her.
  • Die Spaghetti gebt ihr in die Pfanne ins Knoblauch-Chili-Öl und bratet diese kurz mit an.
  • Anschließend gebt ihr passierte Tomaten in die Pfanne, dreht die Hitze nochmal hoch und bratet nun die Spaghetti in der Tomatensauce ca. 6 Minuten scharf an, wendet sie dabei ab und zu portionsweise. Die Tomatensauce darf dabei leicht dunkel werden.
  • Dann gebt ihr wie beim Risottozubereiten nach und nach je eine Kelle von der Brühe dazu, bewegt die Spaghetti in Portionen leicht hin und her, wendet sie ab und zu portionsweise. Immer wenn die Brühe aufgesogen ist, gebt ihr die nächste Kelle Brühe dazu und wiederholt den Vorgang bis die Pasta al dente ist. Dabei karamellisiert die Sauce leicht.
  • Ihr wechselt also zwischen braten, Flüssigkeit aufsaugen und garen, bewegen, umschichten, braten und karamellisieren und erneut Flüssigkeit zugeben – bis die Pasta al dente ist. Das dauert ca. doppelt so lange wie die auf der Packung angegebene Zeit.
  • Dann ist die Pasta fertig: Ab auf den Teller & genießen!
Verbrannte Nudeln – Original italienisches Rezept

Ach, was war das ein GENUSS! Wirklich mal ein ganz anderes Pastagericht. Und wer denkt: „Paaaah, Spaghetti mit Tomatensauce – lächerlich!“ – dem sei versichert: Nichts daran erinnert an gewöhnliche Spaghetti Miracoli-Art. Nein, nein, nein. Diese Pasta hat so viel Tiefe und diese abgeranzte Optik – das kriegst du bei „normalen“ Spaghetti mit Tomatensoße gar nicht hin.

Ich feier den Verbrannt-Look und auch den besonderen Geschmack. In jedem Sinne sind diese Spaghetti einfach mordsmäßig gut! Und wie siehts aus, habt ihr nun Bock auf ein bisschen Mafia- und Killer-Vibes auf dem Teller? Dann kommt hier das Rezept für Spaghetti all’assassina:

Scharfe Spaghetti nach Risotto-Art

Spaghetti all’assassina

Mörder-Spaghetti oder auch verbrannte Spaghetti – mit Chili und Tomatensauce zubereitet nach Risotto-Art

Gericht Abendessen
Länder & Regionen italienisch
Keyword chili, Risotto, scharf, tomaten, tomatensauce
Arbeitszeit 28 Minuten
Portionen 2 Personen

Zutaten

  • 250 g Spaghetti Kochzeit nach Belieben; ich habe 11 Min.Spaghetti gewählt
  • 3/4 TL Chiliflocken nach Belieben mehr oder weniger; alternativ frische Chilischoten, in Ringe geschnitten
  • 2 Knoblauchzehen
  • 200 ml Passierte Tomaten

Tomaten-Brühe:

  • 3,5 EL Tomatenmark dreifach konzentriert
  • 600 ml Wasser
  • 1 TL Salz

Anleitungen

  1. In einem kleinen Topf aus Tomatenmark, Salz und Wasser eine Brühe herstellen: mit einem Schneebesen alles verrühren, erwärmen und auf kleiner Flamme warmhalten.

  2. Knoblauch schälen und fein hacken, dann Knoblauch zusammen mit den Chiliflocken in nicht zu wenig Olivenöl in einer großen Pfanne unter gelegentlichem Rühren mehrere Minuten andünsten.

  3. Dann die Spaghetti ganz in die Pfanne ins Knoblauch-Chili-Öl legen (sollten sie zu lang sein, brecht ihr sie vorher einmal durch). Spaghetti kurz mit anbraten.

  4. Anschließend passierte Tomaten in die Pfanne geben, die Hitze nochmal hoch drehen und die Spaghetti in der Tomatensauce ca. 6 Minuten scharf anbraten, dabei ab und zu portionsweise mithilfe eines Pfannenwenders wenden. Die Tomatensauce darf dabei leicht dunkel werden. Das sorgt für das besondere Aroma und den speziellen Look.

  5. Dann wie beim Risottozubereiten nach und nach je eine Kelle von der Tomatenbrühe zu den Spaghetti geben. Die Spaghetti dabei leicht hin und her bewegen und ab und zu portionsweise wenden. Immer wenn die Brühe aufgesogen ist, die nächste Kelle Brühe dazugeben und den Vorgang wiederholen bis die Pasta al dente ist. Dabei karamellisiert die Sauce leicht.

  6. Man wechselt also zwischen braten, Flüssigkeit aufsaugen und garen, bewegen, umschichten, braten & karamellisieren und erneut Flüssigkeit zugeben – bis die Pasta al dente ist. Das Zubereiten mit dieser Risotto-Methode braucht ungefähr das Doppelte an Zeit als das, was auf der Spaghetti-Packung an Zeit angeben ist.

  7. Wenn die Pasta al dente, also fertig gegart ist, Pasta auf Teller verteilen, auf Wunsch mit Parmesan bestreuen und etwas Olivenöl besprenkeln und sofort genießen. Guten Appetit!

Rezept-Anmerkungen

  • Da ich nicht so gerne sehr scharf esse, habe ich bewusst eher wenig Chiliflocken genommen und eine eher milde Sorte (Aleppo Chiliflocken). Entscheidet ihr das nach eurem Geschmack.
  • Ihr behaltet wahrscheinlich noch etwas Brühe übrig, also nicht wundern.
  • Optional könnt ihr, wie gesagt, geriebenen Parmesan zur Pasta genießen und / oder auch ein bisschen frisches Basilikum oben auf die Pasta geben. Ich habe für den Look ein bisschen schwarzes grobes Salz als Deko auf die Pasta gegeben – ist nicht nötig, ich fands aber schön böse im Look 😉
  • Tatsächlich benötigt die Pasta aber sonst nichts. Sie ist perfekt so wie sie ist.
  • Das liebevolle Braten, ab und zu wenden, garen und wieder braten und wenden sorgt für den unvergleichlichen Geschmack. Perfetta!
Pasta Rezept aus Bari
Spaghetti all’assassina

Das Mörder-Thema hab ich auch beim Setting einfließen lassen – jaja, wenn die Phantasie einmal mit einem durchgeht… Das Geschirrtuch zieren Bluuuutstropfen, wenn man so will. Blutroter Wein durfte auch nicht fehlen. Und sieht einer die Mafia- aka Der-Pate-Anspielung?? Na? Na? Ja okay, die Mafia ist in Sizilien zuhause und nicht in Apulien und ich hab keinen Pferdekopf im Bild versteckt, sondern einen Eselkopf, aber der Wille bzw. der Gedanke zählt! 😉

In diesem Sinne: Gönnt euch diesen Mords-Spaß bzw. -Genuss und macht euch köstliche verbrannte Spaghetti!

Alles Liebe ♥ Eure Katja

PS: Noch mehr Lust auf Food Trends? Dann stöber doch mal durch meine Rubrik mit Food Trend Rezepten hier auf dem Blog und lass dich inspirieren!

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