Wan-Tan-Ravioli mit Dreikäsefüllung nach Donna Hay

|| Nach dem Essen Hosenknopf auf nicht vergessen & das Rezept für schnelle Wan-Tan-Ravioli nach Donna Hay ||

Wan-Tan-Ravioli nach Donna Hay

Es herbstet und uns verlangt nach Soulfood. Im Grunde genommen könnte ich den ganzen Tag lang Spaghetti Bolognese, Lasagne oder Chili on Carne essen, aaaaber das dankt einem der Körper am Ende leider nicht mit Beifall, sondern mit Hüftgold.

Das Gute am Herbst ist zwar, dass Strickjacken und Mäntel dieses schön verstecken, aber seien wir ehrlich, erlesenes Ziel ist es doch, gut zu essen und dabei NICHT zuzunehmen. Das geht! Man muss nur auf gute Zutaten achten, auf Abwechslung – also Käsesauce abwechseln mit Lieber-Heute-mal-keine-Käsesauce – und darauf achten, dass man nicht 500 g Pasta für 2 Personen nimmt, wie man das eigentlich machen will, sondern eben weniger.

Ravioli aus Wan-Tan-Teig mit Käsefüllung

Als Faustregel gillt: Wenn ich nach einem Teller Pasta kaum noch atmen kann, zwischen ein und drei Knöpfe an der Jeans aufmachen muss, wenn ich mich nicht mehr bewegen und mindestens 10 Minuten nicht mehr sprechen kann (und “Öffff” zählt nicht als qualifizierte Konversation), dann liebe Freunde, dann war es zu viel! Basta.

Jeder kennt das, glaub ich. Und wer das nicht kennt, den frage ich: Hääää?!!!

Aber ok, also wir gehen davon aus, dass VIELE von uns dazu neigen, gerade sonntagabends auf dem Sofa oder auch im Urlaub, mehr zu essen als gut ist. Das ist im ersten Moment schön, kurze Zeit danach aber nicht mehr. Daher kommen wir wieder zu oben genannten guten Ratschlägen (die natürlich nerven, aber helfen): Abwechslung, gute Zutaten und nicht übertreiben. Und schon darf es auf jeden Fall auch mal mit DREI, Freunde, DREIIHEEEIII Käsesorten gefüllte Ravioli geben.

Wan-Tan-Blätter statt Pastateig werden für diese Ravioli verwendet
Ricotta, Gruyere und Parmesan bilden die Füllung

Jawoll! Ravioli selbst gefüllt. Meeega lecker, Soulfood vom Feinsten und danach gibt es kein Fresskoma, die Hose passt noch und unterhalten geht auch noch – wenn es die Beziehung noch zulässt, hihihi.

Wer mich kennt, der weiß: Auf Teigmachen steht se nicht. Und genau aus diesem Grund bin ich hin und weg von diesem Rezept von Donna Hay für selbstgemachte Ravioli ohne Teigmachen. Für mich der Himmel auf Erden.

Ich war sehr gespannt, ob diese Idee, aus Wan-Tan-Teig, Ravioli herzustellen, schmecken und auch gelingen würde. Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Und ich bin sehr froh, dass ich dieses Rezept ausprobiert habe und euch nun wärmstens empfehlen kann!

Gefüllte Pasta aus Wan-Tan-Teig mit Käsecreme

Diese Wan-Tan-Käse-Ravioli sind ein Gedicht! Die Füllung schmeckt wunderbar herzhaft und cremig, kein Wunder bei einer Mischung aus Ricotta, Gruyere und Parmesan. Vorteil: Diese drei Käse bekommt man praktisch überall und sie sind super lecker. Ihr könnt die Reste also nach dem Kochen noch wunderbar verwenden für andere Gerichte oder für ein paar schöne Käsewürfel, im Falle des Gruyeres.

Zurück zu den Wan Tans… Ich habe zum ersten Mal mit Wan-Tan-Blättern gearbeitet. Das war tatsächlich viel einfacher als gedacht. Ihr bekommt diese z.B. im Asialaden. Bei uns gab es die als TK-Produkt. Ihr könnt die Packung einfach am Tag vorher in den Kühlschrank legen. So tauen sie sanft auf und sind am nächsten Tag gut zu verarbeiten.

Schnelle Ravioli aus Wan-tan-Teig

Das Zusammenkleben der Wan-Tan-Blätter funktioniert allein mit Wasser. Und das sehr gut! Ihr müsst die Ränder gut einpinseln und gut zusammendrücken – dann halten eure Ravioli zusammen. Mir ist von 12 Ravioli nur eines leicht eingerissen. Das ist ein besserer Schnitt als ich sonst habe, wenn ich frische gefüllte Pasta koche!

Diese Wan-Tan-Ravioli sind super easy zu machen. Die Füllung ist super cremig und käsig, der Teig ist zart und schmeckt keinesfalls asiatisch. Klar ist es kein Original-Ravioli-Teig, aber ich fand die Kombination super gut. Es war wie eine Art Fusion-Ravioli oder ein moderner Ravioli. Die Wan-Tan-Ravioli kommen trotz Käsefüllung leicht daher. Das liegt auch daran, dass dazu gedünsteter Spinat serviert wird und Mandelblättchen.

Die Mandelblättchen runden dieses leichte und trotzdem soulfoodige Pastagericht perfekt ab. Sie sorgen für leichten Biss, Süße und eine warme Note. Das passt genial zu Spinat und Käse.

Selbstgemachte Ravioli aus Wan-Tan-Teig

Ihr seht, diese Wan-Tan-Ravioli sind ein wahres Wohlfühlessen, aber danach füllt ihr euch nicht überfressen und nicht zum Platzen gefüllt. Dadurch, dass es hier um die Nudel geht, also die gefüllte Wan-Tan-Pasta, und das Ganze ohne Sauce, dafür mit ein paar Spritzern Olivenöl und geriebenem Parmesan serviert wird, hat dieses Pastagericht eine Leichtigkeit, die mir sehr gut gefällt – und dem Gewissen auch.

Ihr könnt diese gefüllten schnellen Ravioli als Hauptspeise essen, wahlweise mit Salat oder auch solo, oder ihr serviert sie als Vorspeise. Alles ist denkbar. Und speziell Gäste werdet ihr garantiert mit diesen Riesenravioli sehr beeindrucken. Die sehen nämlich so was von appetitlich aus!

Hab ich euch überzeugt? Ich war ja schon überzeugt, als ich las, dass es hierfür keinen selbstgemachten Pastateig braucht Juchuuuh! Hier kommt nun das Rezept für lecker-käsige Donny Hay Wan-Tan-Ravioli:

Ein Ravioli besteht aus 2 Wan-Tan-Blättern gefüllt mit Käsecreme

Wan-Tan-Ravioli mit Dreikäsefüllung nach Donna Hay

Schnelle Ravioli aus Wan-Tan-Teig gefüllt mit dreierlei Käse

Keyword Donna Hay, Käse, No time to cook, Ravioli, Spinat, vegetarisch, veggie, Wan-Tan
Arbeitszeit 29 Minuten
Portionen 12 Stück

Zutaten

  • 24 Wan-Tan-Blätter
  • 175 g Ricotta
  • 60 g Gruyere
  • 40 g Parmesan + mehr zum Servieren
  • 1 Eigelb
  • 2 EL Schnittlauchröllchen
  • Pfeffer
  • 130 g TK-Spinat
  • 30 g Butter
  • 1 Knoblauchzehe
  • 20 g Mandelblättchen
  • Olivenöl

Anleitungen

  1. Zuerst die Käsecreme anrühren aus Ricotta, grob geriebenem Gruyere und Parmesan, Schnittlauchröllchen, Eigelb und etwas schwarzem Pfeffer.

  2. Den Knoblauch schälen und feinhacken.

  3. Den Spinat in einem kleinen Topf mit Deckel mit minimal Wasser ca. 10 Minuten dünsten bis er komplett aufgetaut ist.

  4. Die Mandelblättchen in einer kleinen Pfanne ohne Fett bei mittlerer Hitze etwas anrösten.

  5. Währenddessen 12 Wan-Tan-Blätter auf der Küchenplatte auslegen, darauf mittig die Käsecreme verteilen. Die Ränder der Reihe nach mit Wasser einpinseln und je ein Wan-Tan-Blatt auflegen und festdrücken. Bei Bedarf nochmals leicht die Ränder mit Wasser einpinseln und fest zusammendrücken.

  6. Den Spinat abgießen und gut ausdrücken. In einer Pfanne die Butter erhitzen und darin den Knoblauch 1 Minute glasig andünsten. Dann den Spinat dazugeben und unter Rühren ca. 2 Minuten mitandünsten. Pfanne zur Seite stellen.

  7. Die Ravioli in 2 Portionen in einem mittelgroßen Topf mit nicht zu sprudelnd kochendem Salzwasser jeweils 3 Minuten, oder bis sie weich sind und nach oben kommen, kochen. Mit einem Schöpflöffel einzeln aus dem Topf heben und in einem Sieb vorsichtig leicht überlappend ablegen, sodass sie nicht zu sehr aneinander festkleben können. Ein paar Tropfen Olivenöl darüberträufeln.

  8. Nun den Spinat auf Tellern anrichten, Mandeln darauf streuen, die Ravioli darauf legen, nochmals mit etwas Olivenöl besprenkeln und mit Mandeln und grob geriebenem Parmesan bestreut servieren.

Rezept-Anmerkungen

  • Wan-Tan-Blätter bekommt ihr im Asia-Laden. Wenn ihr sie als TK-Produkt bekommt, dann lasst sie ca. einen Tag vorher im Kühlschrank in der Packung auftauen.
  • Natürlich könnt ihr auch frischen Spinat nehmen. Da der beim Kochen noch deutlich Wasser verliert, erhöht dann die Menge auf ca. 200 g.
  • Ihr erhaltet 12 Wan-Tan-Ravioli, die als Hauptspeise für 2 Leute reichen,  Wenn ihr sie als Vorspeise servieren wollt, werden entsprechend mehr Leute satt davon.
Zu den selbstgerechten Ravioli gibt es Spinat und Mandelblättchen

Ich gebe unumwunden zu, dass ich nach meinen 6 Ravioli auf jeden Fall noch mehr wollte. Das zeigt eine angeborene Gier nach viel und gutem Essen – diese Diagnose habe ich mir selbst gestellt. Aber der entscheidende Punkt ist doch: Wenn es nicht so gut geschmeckt hätte, dann hätte ich gar nicht noch mehr haben wollen!

So war es zwar im ersten Moment hart, wie immer, wenn man sich entscheidet den Teller doch nicht zum Bersten zu füllen, sondern so wie ein anständiger, gut erzogener Mensch. Es war hart, dass es keinen Nachschlag gab, aber es war genau richtig so. Und so hielt die Freude und das wonnige Gefühl nach diesen überaus leckeren Ravioli noch lange, lange an. Und wenn sie sich nicht überfressen hat, dann lebt sie noch heute.

In diesem Sinne: Esst gesund und mit Verstand und genießt von ganzem Herzen. Bis zum nächsten Mal.

Alles Liebe ♥ Eure Katja

PS & Tipp: Donna Hay ist eine Köchin, die ich sehr schätze. Aus ihrem „No Time to Cook“ Kochbuch stammt auch die 10-Minuten-Lach-Pasta, die bei euch sehr beliebt ist.

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