Odenwälder Kochkäse

|| Meterdick muss er aufs Brot, der Kochkäse und weiteres Kochkäse-Wissen & ein Original Odwnwälder Kochkäse Rezept ||

Odenwälder Kochkäse
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Haaach, ist das nicht schön? Es ist Mai, wir haben ständig frei, das Wetter passt auch, und das Allerallerbeste: Die Biergartensaison hat begonnen. Ich sage es, wie es ist: Da findet ihr mich, wenn ihr mich sucht! Ich liebe die wunderbare Biergartenkultur hier in Hessen, meiner Wahlheimat. Und damit unweigerlich verknüpft sind hessische Spezialitäten wie Odenwälder Kochkäse und Äppelwoi (ja richtig, Apfelwein, aber des sacht hier kei Mensch, gell).

Beides habe ich im Laufe der Jahre hier sehr lieben gelernt, wenn auch mein erstes Glas Apfelwein unvergessen bleibt und man sich als Nichthesse fragt: „Ernsthaft? Ihr trinkt puren Essig?“ – Nein, das tun sie nicht! Und hätte mir damals schon jemand gesagt, dass man des Stöffsche mit Wasser mischt und dann nen herrlich sauer Gespritzten hat, ja dann hätte ich auch gleich gewusst: Das ist ein erfrischendes Getränk und absolut perfekt für den Sommer.

Und zum Odenwälder Kochkäse passt es genial. Heute geht es hier um Kochkäse und Äppler und ein Picknick im Grünen.

Odenwälder Kochkäse

Was ist Kochkäse?

  • Ganz einfach gesagt, damit man es sich vorstellen kann: Kochkäse ist ein herzhafter Brotaufstrich, vergleichbar mit Schmelzkäse, aber intensiver im Geschmack.
  • Kochkäse stammt aus der hessischen und fränkischen Küche. Er ist ein Sauermilchkäse, der durch Erwärmen und die Zugabe von Natron eine cremige, zähflüssige Konsistenz erhält.
  • Die Hauptzutat ist gereifter Sauermilchkäse, also Harzer oder Handkäse. Die weiteren Zutaten unterscheiden sich je nach Region oder Rezept. Es sind meist Butter, Sahne, Saure Sahne oder Schmelzkäse.
  • Das Besondere ist, dass er gerne mit Zwiebeln und ein Kümmel serviert wird. Wobei sich hier natürlich die Geister scheiden – die einen lieben ihn mit, die andern ohne.

Wie auch immer man seinen Kochkäse bevorzugt, feststeht: Er ist köstlich!! Und am besten genießt man ihn auf einem schönen Bauernbrot – mit oder Zwiebelchen und Kümmel 😉 – meterdick geschmiert. Das ist essentiell, sodass er droht, runterzulaufen – und man das Brot schnell essen muss, versteht sich. Dann immer wieder Stück für Stück nachschmieren, also Happen für Happen mit Kochkäse genießen. Ihr seht, hier gibts nicht nur das Rezept fürs Zubereiten von Kochkäse, sondern gleich die Anleitung fürs richtige Essen dazu!

Odenwälder Kochkäse

Für ein Picknick ist so ein Odenwälder Kochkäse genau das Richtige. Den Kochkäse in einer Schüssel mitnehmen. Wie wäre es dazu mit frischem Brot und Brezeln, ein paar Radieschen – und bitte den Äppler nicht vergessen! Zack, 2 Gerippte (das sind die speziellen Gläser für den Äppelwoi) in den Korb, und dann rausfahren, ab auf die Wiese und entspannen und genießen. Was gibts denn Schöneres, oder?

Wer jetzt richtig Lust bekommen hat auf leckeren Kochkäs, für den kommt hier ein Original Kochkäse Rezept – um genau zu sein, ein Odenwälder Kochkäse Familienrezept (nicht von meiner Familie, denn die kommt ja nicht von hier – ich hab es netterweise ausgeliehen von der Familie meiner Freundin ;)):

Picknick mit hessischen Spezialitäten

Odenwälder Kochkäse Rezept

Kochkäse nach einem Odenwälder Familienrezept

Gericht Kleinigkeit
Länder & Regionen deutsch
Keyword hessisch, odenwald
Arbeitszeit 20 Minuten

Zutaten

  • 250 g Butter
  • 250 g Handkäse
  • 200 g Sahne-Schmelzkäse
  • 150 g Kondensmilch
  • 200 g Saure Sahne
  • 1 TL Natron

Anleitungen

  1. In einem großen Topf die Butter schmelzen.
  2. In der Zwischenzeit den Handkäse in kleine Stücke schneiden und dann in den Topf mit der geschmolzenen Butter geben. Beides mit einem Schneebesen verrühren.
  3. Dann den Schmelzkäse dazugeben und alles ständig rühren, sodass nichts anbrennt, alles eine homogene Masse wird. Das Ganze bei möglichst kleiner Flamme.
  4. Nun die Kondensmilch hinzugeben und unterrühren.
  5. Den Topf vom Herd nehmen und die Saure Sahne und das Natron hinzugeben. Jetzt geht der Kochkäse ein bisschen auf.
  6. Tadaaa, fertig ist er, der köstliche Odenwälder Kochkäse. Lassts euch schmecken!

Kochkäse Rezept

Ich war ja überrascht, wie einfach es ging. Und stolz – mein erster selbstgemachter Kochkäse. Und gelungen ist er auch. Was willste mehr? Dann lasst es Euch schmecken. Nahrhaft ist er, das seht ihr an der Zutatenliste. Aber: Sollten es mal wider Erwarten ein paar Äppler mehr werden als gedacht – nun, da ist so ein Kochkäse genau die richtige Grundlage.

Alles Liebe ♥ Eure Katja

PS: Nicht zu vergessen… the Legend, aka: das Odenwälder Kochkässchnitzel (aka KOKÄSCHNI). Hier wird ein Schnitzel mit Kochkäse überbacken. Das ist ein wahrgewordener Traum. Probiert auch das unbedingt mal aus. Eine absolute Empfehlung.

PPS: Noch mehr Lust auf Kochkäs? Dann habe ich hier ein weiteres Rezept mit Kochkäse für dich – meinen Odenwälder Kochkäs-Burger.

Der Odenwald bei Michelstadt

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  1. Huhu Katja,
    der Mai ist einfach genial – bin schon ganz traurig, dass der nächste Feiertag erst wieder im Oktober kommt. Aber zum Glück sind wir bis dahin noch mal im Urlaub.
    Mein Mann stammt ja ursprünglich aus Hessen. Aber von Apfelwein und Kochkäse hat er noch nie gesprochen (aber dafür oft von Bier :-D). Aber das sieht alles mal wieder sehr fein aus – da bekommt man direkt Lust auf Picknick und ner fetten Stulle mit deinem Kochkäse 🙂
    Genieß noch den freien Tag – liebste Grüße,
    Kimi

  2. Kimiiiii!! 🙂 Ich freu mich seeeehr, dass Du da bist, also warst, heute mittag, gell. Ach was, da kommt er aus Hessen und redet nicht pausenlos von Kochkäse? Es ist fast ein Skandal. Immerhin oft über Bier. Das passt dann schon. Ich komme ja selbst aus dem Rheinland und bin sozusagen im Kochkäse hier kleben geblieben. Das aber sehr gern! Danke Dir für die Blumen. Das freut mich sehr, also richtig jetzt 🙂
    Ich wünsche Dir auch noch einen tollen freien Pfingstmontagabend.
    Allerliebste Grüße zurück <3
    Katja

  3. Hey Katja,
    da muss ich doch gleich mal zu Dir rüberspringen (hessisch: hübbe). Ich als alte Urhessin liiiiiebe Apfelwein! Im Sommer gespritzt, so wie im Winter bei -15 Grad (hier im Taunus durchaus Gang und Gebe) schön auf kurz-vor-kochende-Betriebstemperatur gebracht. Ich ziehe auf den umliegenden Weihnachtsmärkten übrigens jedem Glühwein einen heißen Äppler vor (nur so btw).
    Naja und Kochkäs’…what should I say. Ei isch bin narrisch nach Kochkäs :)))!
    Und zu Deinem Picknick hätte ich mich direkt selbst eingeladen, wenn ich an Deiner lecker bestückten Wiesen-Tafel vorbeispaziert wäre.
    Ich komme jetzt übrigens auch öfter hier bei Dir vorbei 🙂 Hessen müssen schließlich zusammenhalten!
    Liebste Grüße
    Tanja

    1. Tanja, wie schön, dass Du nübber gehüppt bist! Ich freu mich. Also beim nächsten hessischen Picknick kummschte einfach vorbei. Wie schön, dass es noch jemandem so geht. Ich liebe Kochkäs ja auch. Weiß gar nicht, was ich gemacht hab, bevor ich den kannte. Na, da hab ich mich wohl hauptsächlich von Halve Hahn und Kölsch ernährt 😉 Äppler ist aber auch was Feines! Stimmt, auf dem Weihnachtsmarkt nen heißen Äppler (oder fünf) trinken, das ist ne wirklich gute Alternative zum normalen Glühwein. Und gibt nicht so viel Kopf, haha, Experten unter sich, oder?
      Jaaaa, komme gerne öfter vorbei, das freut mich sehr! Ich werde nun auch regelmäßiger Gast im Haus No. 15 sein. Da is es ja auch einfach schön 🙂
      Ich wünsche Dir einen wunderbaren Abend und bis ganz bald!
      Liebste Grüße
      Katja

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